Standardisierung kann Nutzen von Asset Management erhöhen
Bonn, Juni 2010. E-Bridge Consulting GmbH und UMS Group Europe B.V. haben eine Fachtagung zum Thema „Standardisierung im Asset Management – Ist PAS 55 die Lösung?“ durchgeführt.
Die Veranstaltung fand am 20. Mai 2010 mit einem selektierten Teilnehmerkreis aus Fach- und Führungskräften deutschsprachiger Strom- und Gasnetzbetreiber in Bonn statt. Sprecher führender Netzbetreiber beleuchteten das Thema Standardisierung im Asset Management aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
In den Niederlanden, in denen ein eigener – zurzeit allerdings noch nicht verbindlicher – Standard entwickelt wurde, wurden durchweg positive Erfahrungen gemacht.
„PAS 55 bildete eine solide Basis bei der Entwicklung des niederländischen Standards NTA 8120“, sagte Ben Lambregts von Alliander. Auch Bram Alkema von Enexis schilderte die positiven Erfahrungen, die in den letzten fünf Jahren gesammelt wurden. Enexis war der erste niederländische Netzbetreiber, der nach PAS 55 zertifiziert wurde.
„Die Einführung eines Standards für das Asset Management wie z.B. das 'risikobasierte Asset Management' erhöht die Transparenz und schafft eine Basis zur Verbesserung der Effizienz“, sagte Dr. Erik U. Landeck, Geschäftsführer der Vattenfall Europe Distribution in Berlin und Hamburg.
„Wir sprechen allerdings nicht vom risikobasierten, sondern vom werteorientierten Asset Management“, sagte Dr. Oliver Schmitt, Leiter Netzsteuerung/Netztechnik der RWE AG Essen. „Wir wollen dadurch verdeutlichen, dass bei uns die Berücksichtigung aller Unternehmenswerte im Fokus des Asset Managements steht“.
Es sprachen sich alle Teilnehmer für eine Stärkung der Standardisierungsbemühungen im Asset Management – vor allem im Sinne einer Qualitätssicherung - aus. Eine Zertifizierung wird allerdings aus heutiger Sicht nicht als notwendig erachtet.
Aufgrund der positiven Rückmeldungen aus dem Teilnehmerkreis wird die Veranstaltung in Zukunft weiterentwickelt und fortgeführt.







