Investitionen in konventionelle Spitzenlastkraftwerke

Die Energiewende verursacht signifikante Veränderungen in der Energieversorgung. Einer der großen Treiber für die Veränderungen ist die Dargebotsabhängigkeit der Energieerzeugung. Vor dem Hintergrund der erwarteten Veränderungen wird auch die Funktionsfähigkeit des heutigen Strommarktes kritisch hinterfragt. Insbesondere seine Fähigkeit, ausreichende Investitionssignale für flexible Erzeugungsanlagen und Stromabnehmer zu generieren, wird infrage gestellt.

Die Studie, die im Auftrag von TenneT erstellt wurde, liefert einen Beitrag zur kontrovers geführten Diskussion, ob Investoren prinzipiell in (neue) Erzeugungskapazität investieren, sobald diese tatsächlich erforderlich wird. In der Studie haben E-Bridge und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) analysiert, ob die in Zukunft erwarteten Preise Investitionen in Spitzenlastkraftwerke anreizen beziehungsweise welche Preise notwendig sind, um die Investitionen anzureizen.

  • Hierzu wurden zunächst künftige Preise auf Basis historischer Preisstochastik simuliert.
  • Um die Vorteilhaftigkeit einer Investition in ein Spitzenlastkraftwerk zu beurteilen, wurden unterschiedliche Kapitalkosten berechnet.
  • In einem weiteren Schritt wurden „modifizierte“ Preise ermittelt, die explizit Preisaufschläge zur Deckung der Kapitalkosten eines Spitzenlastkraftwerks erlauben.

Die quantitativen Preisanalysen zeigen, dass die Akzeptanz und Durchsetzung von Preisspitzen zur Deckung der Kapitalkosten der Investition essenziell ist. Denn nur dann können Preise erzielt werden, die für eine Investition notwendig sind. Zudem zeigt sich, dass Investitionen in Spitzenlastkraftwerke beziehungsweise flexible Kraftwerke prinzipiell attraktiv für Investoren mit einem bereits vorhandenen Kraftwerksportfolio und entsprechendem Risikoappetit sind.

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