Flow-based Market Coupling in CWE

Der 9. November 2010 markiert die erfolgreiche Einführung der einheitlichen Preiskopplung in der Region CWE (Mittelwest-Europa: Niederlande, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Deutschland).

Am Anfang dieses Marktkopplungsprozesses stand die von den Übertragungsnetzbetreibern der Region Mittel-Westeuropa konzipierte und umgesetzte Berechnungsmethode zur koordinierten Ermittlung verfügbarer Übertragungskapazitäten (ATC).

Schon seit Jahren befassen sich die Übertragungsnetzbetreiber der Region CWE mit der Entwicklung einer neuen Methode zur koordinierten Kapazitätsbestimmung, der sogenannten lastflussbasierten Methode (FB). Nach umfangreichen Versuchen hat diese Methode das Entwicklungsstadium verlassen und ist bereit für den praktischen Einsatz. Dies bedeutet, dass als nächster (r)evolutionärer Schritt zur europäischen Marktintegration die Einführung einer lastflussbasierten Marktkopplung (FBMC) in der Region Mittel-Westeuropa nunmehr ins Auge gefasst wird.

Nach dem Übergang einer expliziten Kapazitätszuweisungsregelung zu einer impliziten Regelung wie etwa der Preiskopplung stellt der Übergang von der Berechnung verfügbarer Übertragungskapazitäten zur lastflussbasierten Berechnung einen weiteren bedeutenden Schritt zur Europäischen Marktintegration dar, wobei experimentellen Untersuchungen in den Ländern Mitte-Westeuropas zufolge mit einem erheblichen Wohlstandsgewinn zu rechnen ist.

Die in den CWE-Ländern erzielten Untersuchungsergebnisse zeigten, dass im Rahmen des Day-Ahead-Marktes – auf der Grundlage von FB anstelle von ATC – Wohlfahrtsgewinne von bis zu 90 % dessen erreicht werden können, was bei der Verfügbarkeit unbegrenzter Kapazitäten realisierbar ist.

E-Bridge Consulting B.V., eine in den Niederlanden eröffnete Niederlassung der E-Bridge Consulting GmbH, bietet den Übertragungsnetzbetreibern und Strombörsen in Mittel-Westeuropa Projektmanagement und fachliche Unterstützung bei der Umsetzung der lastflussbasierten Marktkopplung.

Diese Unterstützung beinhaltet ein breites Spektrum an Aktivitäten: von der Konzeptentwicklung (Verteilung von Engpasserlösen im Rahmen von FB, ATC-Berechnung im FB-Bereich, Finanzrisikomanagementanalysen, hybride ATC/FB-Kopplung usw.) bis zur numerischen Simulation der Konzepte, Diskussionen und Informationsaustausch mit nationalen Regulierungsbehörden und Marktteilnehmern sowie Projektmanagement.

Die beabsichtigte Umsetzung der lastflussbasierten Marktkopplung in der CWE-Region ist ein Referenzprojekt im Hinblick auf die Fähigkeit von E-Bridge, zwei unterschiedliche Konzepte miteinander in Einklang zu bringen, die qualitativen und quantitativen Auswirkungen dieser Konzepte abzuschätzen und den Dialog zwischen den beteiligten Akteuren aufrechtzuerhalten.

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