Studie zur Ausgestaltung von Stromgebotszonen

Solarstrom

Innerhalb der Märkte – auch als Stromgebotszonen bezeichnet – kann Strom frei von möglichen Netzengpässen gehandelt werden. Treten allerdings Engpässe zwischen den Stromgebotszonen auf, so beeinflussen diese den Stromhandel und führen zu unterschiedlichen Großhandelspreisen.

Der Zuschnitt und die Konfiguration der Stromgebotszonen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Strompreise und damit auf die Verteilung der Wohlfahrtsgewinne in Europa. Insbesondere legt die Konfiguration in der Stromgebotszone auch die Attraktivität der Standorte von Erneuerbare-Energien-Anlagen fest und beeinflusst letztendlich auch die notwendige Förderhöhe. Der Zuschnitt der Gebotszonen kann die erfolgreiche Fortsetzung der Energiewende in Deutschland und Europa fördern oder hemmen.

Die Verordnung (EU) 2015/1222 der Europäischen Kommission legt die Leitlinien zur Kapazitätsvergabe und zum Engpassmanagement fest. Neben einer Vielzahl von Regelungen zur Bewirtschaftung der grenzüberschreitenden Verbindungen gibt diese Verordnung auch die Möglichkeit eines grenzüberschreitenden Verfahrens zur Konfiguration von Gebotszonen vor.

Um den Prozess zur Ausgestaltung der Stromgebotszonen und Konfiguration mit zu gestalten und insbesondere seine Auswirkungen auf den Energiewendeprozess positiv zu beeinflussen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie E-Bridge und weitere Projektpartner mit einer breit angelegten wissenschaftlichen Studie beauftragt.

Aufgrund der Komplexität und der Themenbreite des Projektes musste ein klares methodisches Vorgehen erarbeitet werden. In diesem waren die Schnittstellen einzelner Aufgabenbereiche zu definieren beziehungsweise zu konkretisieren. Die unterschiedlichen Gebotszonenkonfigurationen wurden für relevante energiewirtschaftliche Szenarien anhand von Markt- und Netzsimulationen untersucht. Dabei dienten die Marktsimulationen zur Ermittlung der ökonomischen Kenngrößen wie Preise, Liquidität, etc. und die Netzsimulation zur Beurteilung der Einhaltung der Netzsicherheit sowie der Häufigkeit, des Ausmaßes und der Kosten von Redispatchmaßnahmen.

Entscheidende Stärke des vorgeschlagenen Ansatzes war es, dass sowohl der Kraftwerkszubau (als Teil der energiewirtschaftlichen Szenarien) als auch die Gebotszonenkonfigurationen selbst endogen ermittelt werden konnten.

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