Designoptionen für den nordischen Ausgleichsmarkt zur Begegnung der zukünftigen Herausforderungen

Im nächsten Jahrzehnt werden erhebliche Änderungen für das nordische Synchronsystem prognostiziert, wie zum Beispiel:

  • Schließung von thermischen Kraftwerken, einschließlich Kernkraftwerken
  • Verdreifachung der installierte Windkraft auf ca. 25 GW
  • die Erhöhung der Verbindungskapazität für nicht-nordische Länder um 50 %, sich ändernde Anforderungen aus den neuen „Guidelines on Electricity Balancing“ sowie das EU-Winterpaket.

Das Hauptziel des Projektes war es, den derzeitigen Systemausgleichsmechanismus zu überprüfen und Änderungen an der Preisfindungsmethode für Ungleichgewichte vorzubereiten.

Um das oben genannte Ziel zu erreichen, arbeitete E-Bridge eng mit Vertretern der vier nordischen Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) zusammen. E-Bridge bereitete Diskussionsdokumente zu wichtigen Gestaltungsmöglichkeiten vor und diskutierte im Rahmen des Projekts mit den nordischen ÜNB in einer Reihe von ganztägigen Workshops.

Die Studie konzentrierte sich auf aFRR (automatic Frequency Restoration Reserve), mFRR (Manual Frequency Restoration Reserve) und RR (Restoration Reserve). Ein Teil dieser Reserve kann auch für das Engpassmanagement verwendet werden. Frequenzrückhaltungsreserve ist ein kontinuierliches Kapazitätsprodukt für den Ausgleich. Es wurde außerhalb des Geltungsbereichs dieses Projektes betrachtet, da seine Aktivierung vor allem durch technische Parameter und nicht durch eine Differenzierung der Energiepreise angetrieben wird.

Das Ergebnis der Studie ist ein umfassendes Dokument, das Änderungen und Modifikationen der zehn wichtigsten Gestaltungsmöglichkeiten vorschlägt, wie zum Beispiel Kapazitätsbeschaffung, Regulierung der Strompreise für konzentrierte Reserven, Ungleichgewichtspreis und die Ko-Optimierung verschiedener Reserveprodukte. Die Projektgruppe nimmt diese Empfehlungen als Input in die laufende Diskussion über die Entwicklung des Systemausgleichsprogramms und die Diskussion über die Schaffung einer einheitlichen europäischen Plattform für die Bilanzierung, wie es die Europäische Kommission im “Clean Energy Package” verlangt.

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