Erstellung eines Gutachtens über die Abweichung der kalkulatorischen zu den tatsächlichen Nutzungsdauern von Sekundärtechnik im Strombereich

Gemäß der Anlage 1 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) sind die kalkulatorischen Abschreibungsdauern für einzelne Anlagegüter in einem Bereich von 20 bis 25 Jahren festgeschrieben. Im Netzgebiet der TEN sind jedoch Diskrepanzen zwischen den kalkulatorischen Abschreibungsdauern der sekundärtechnischen Anlagegüter und der tatsächlichen Nutzungsdauer im Bereich der Sekundärtechnik zu erkennen. Dies führt zu dem Ergebnis, dass die für die Bewertung der Sekundärtechnik verwendeten Nutzungsdauern den tatsächlichen Wertverlust dieser Anlagen nicht angemessen repräsentieren.

Im Rahmen einer regulatorischen Analyse wird zunächst der theoretische Hintergrund zum Sinn und Zweck kalkulatorischer Nutzungsdauern erarbeitet. Es erfolgt dann die Einordnung in den regulatorischen Kontext. Dabei wird die Situation der TEN stets an der internationalen „best practice“ in Bezug auf Abschreibungsdauern von Sekundärtechnik gespiegelt. Um die Argumentation zu untermauern, wird – soweit möglich – neben der qualitativen Beschreibung der Auswirkungen unterschiedlicher Nutzungsdauern auch eine quantitative Bewertung vorgenommen.

Die technische Analyse realer Nutzungsdauern von Sekundärtechnik umfasst die folgenden Säulen:

  • Recherche von frei zugänglicher Literatur und wissenschaftlichen Publikationen
  • Ableitung von Nutzungsdauern im Rahmen der Energiewende und weiterer zukünftiger Herausforderungen
  • Auswertung eigener Praxiserfahrungen
  • Umfrage unter Partnern (Netzbetreiber, Hersteller)

 

Darüber hinaus organisiert E-Bridge die Durchführung von Projekttreffen und erstellt eine Dokumentation der Ergebnisse.

Das von E-Bridge erstellte Gutachten stellt die Diskrepanz zwischen kalkulatorischen und technischen Nutzungsdauern dar und bietet klare Handlungsempfehlungen in Bezug auf die Anpassung der StromNEV. Die Ergebnisse fließen einerseits in einem möglichen Novellierungsverfahren der StromNEV und andererseits im Rahmen eines Kostenprüfungsverfahrens zur Erlösobergrenze Strom für die dritte Regulierungsperiode als Argumentationsgrundlage für abweichende Nutzungsdauern verwendet werden. Nach Ansinnen der TEN sollen hier für Sekundärtechnik die tatsächlichen technischen Nutzungsdauern Anwendung finden. Sofern eine Änderung/Novellierung der StromNEV ansteht, soll das Gutachten im Rahmen von Konsultationen und in die politische Diskussion eingebracht werden.

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