Wirtschaftlicher Vorteil der netzdienlichen Nutzung von Flexibilität in Verteilnetzen

Im Auftrag von Innogy SE, EWE Netz GmbH und Stadtwerke München Infrastruktur GmbH hat E-Bridge gemeinsam mit dem Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft der RWTH Aachen (IAEW) das wirtschaftliche Potenzial der Flexibilität von elektrischen Wärmeanwendungen, Elektromobilität, Speichern sowie Demande-Side-Management zum Engpassmanagement im Verteilnetz quantifiziert. Mit rund 1,8 Mio. durchgeführten Simulationen stellt das Gutachten eine der komplexesten Auswertung zum Flexibilitätseinsatz dar.

Im Ergebnis zeigt die Studie das große volkswirtschaftliche Potential einer netzdienlichen Flexibilitätsnutzung für eine effiziente Integration zukünftiger Lasten, Einspeiser und Speicher im Verteilnetz.

Je mehr Flexibilität für marktliche Optimierung oder Systemdienstleistungen erschlossen und genutzt wird, desto höher ist der Netzausbaubedarf im Verteilnetz im Jahr 2035. Grund sind steigende Gleichzeitigkeiten von steuerbaren Lasten und Speichern sowie eine Steigerung der Last als Folge der zunehmenden Elektrifizierung im Wärme- und Verkehrssektor. Diese Effekte sind besonders in städtischen Verteilnetzen und Verteilnetzen umliegender Ballungsräume in der Mittel- und Niederspannungsebene sichtbar.

Wenn der Verteilnetzbetreiber Flexibilität jedoch netzdienlich in seiner Planung berücksichtigen kann, ist es möglich, den zusätzlichen Investitionsbedarf für die Integration neuer Lasten, Speicher und Einspeisungen im Verteilnetz bis 2035 von 36,8 Milliarden Euro auf bis zu 16,8 Milliarden Euro zu reduzieren (-55 %). Unter Berücksichtigung der Kosten für die Aktivierung des netzdienlichen Flexibilitätseinsatzes (circa 450 Millionen Euro im Jahr einschließlich IKT-Zusatzkosten auf Verteilnetzebene) können die jährlichen Zusatzkosten um 42 % auf 2,15 Milliarden Euro reduziert werden – insbesondere stark lastgeprägte Netze profitieren von der netzdienlichen Flexibilitätsnutzung. Für Verteilnetze erforderlich ist daher, dass dezentrale Anlagen auf ein Signal (vor allem des verantwortlichen) Verteilnetzbetreibers ihre Fahrweise anpassen können.

Die Studie ist abrufbar über folgenden Link:

Studie Vorteil netzdienlicher Flexibilität

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