Aktives Mitregeln

Im Herbst 2019 hat die Bundesnetzagentur mit einem Paket von Maßnahmen auf die außergewöhnlichen Systemungleichgewichte im Juni 2019 reagiert. So legte zum Beispiel die BK6 im Rahmen der BK6-19-212 fest, dass die Viertelstundenbilanzen der Bilanzkreise jederzeit ausgeglichen werden müssen.

Um einen Beitrag zur Aufarbeitung der Juniereignisse zu leisten und dabei insbesondere die Frage erörtern, welches Verhalten von Bilanzkreisverantwortlichen wünschenswert ist, um das System zu unterstützen, hatte Statkraft E-Bridge gebeten, eine Kurzstudie zu den Vorteilen von systemstützendem Bilanzkreismanagement in elektrischen Energieversorgungssystemen zu erstellen.

Die Studie sollte untersuchen, ob mithilfe von systemstützendem Bilanzkreismanagement weniger Regelenergie zur Leistungs- und Frequenzregelung benötigt wird und damit letztendlich die Kosten für die Vorhaltung und den Abruf von Regelenergie verringert werden können. Darüber hinaus sollte geprüft werden, inwieweit durch systemstützendes Bilanzkreismanagement die Systemsicherheit erhöht wird.

Die Studie deckte die folgenden Schwerpunkte ab:

  • Das Konzept des „systemstützenden Bilanzkreismanagements“
  • Der Beitrag von systemstützendem Bilanzkreismanagement zur Systemsicherheit
  • Die Situation im Juni 2019
  • Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen.

Es ließen sich im Wesentlichen drei Handlungsempfehlungen ableiten:

  • Die Anpassung des Ausgleichsenergiepreismechanismus soll weiterverfolgt werden.
  • Es soll zusätzliche Transparenz beim Einsatz von „Sonstigen Maßnahmen“ geschaffen werden.
  • Systemstützendes Bilanzkreismanagement ist ein wichtiger Grundstock für eine kostengünstige und sichere Stromversorgung, daher sollte die Zulässigkeit von systemstützendem Bilanzkreismanagement sollte durch die BNetzA anerkannt werden.

 

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